Lange Zeit war das Badezimmer das Stiefkind der Einrichtungsideen. Standardkeramik, ein praktischer und abwaschbarer Spiegelschrank und ein Unterschrank unter dem Waschbecken zur Aufbewahrung von Putzutensilien waren meist alles, was es an Badmöbeln gab. Alles musste leicht zu reinigen sein und daher war das Bad weder der Raum für schöne Möbel noch für Dekoration. Seit dem Aufkommen der Wellnesswelle und einem gewachsenen Bewusstsein für das Schöne wird auch im Bad eingerichtet und dekoriert. Und praktischer Nutzen und schönes Design stehen keineswegs im Widerspruch.
Wasserfeste Möbel oder rustikale Gemütlichkeit
Wer morgens das Bad betritt, um den Tag zu beginnen, der möchte sich wohlfühlen. Auf der Suche nach den richtigen Möbeln und Armaturen hat man nun die große Auswahl. Das Standardwaschbecken wurde längst vom Waschtisch abgelöst, der wie eine große Kommode mit eingelassenem Waschbecken nutzbar ist, mit Schubladen und Türen und genügend Ablagefläche rund um das Becken. Die obere Platte ist dabei häufig aus Stein, aber dank modernen Furniertechniken ist auch die elegante Holzoptik möglich. Die Oberfläche des Waschtischs aus Massivholz zu gestalten, empfiehlt sich nur, wenn man eine rustikale Note in seinem Bad haben möchte. Gegen Nässe hilft hier nur, die Platte zu ölen und zum Säubern muss sie kräftig geschrubbt werden. Gebrauchs- und Wasserspuren lassen sich nicht vermeiden, gehören aber, ähnlich wie bei unbehandelten Küchenanrichten oder Böden, einfach zur Optik dazu. Holz im Bad bewirkt dafür Gemütlichkeit, denn die Oberflächen sind warm und organisch.
Dekoration und Zubehör aus Holz
Um ein bisschen Gemütlichkeit und Wärme in den Nassraum zu bringen, kann man auf eine Mischung aus Holz und Stein setzen. Bei dauerhafter Nässe quillt Holz, daher eignet es sich nur bedingt für Duschwände, Badewannenumrandungen und Waschtische. Ist es sorgfältig geölt und lasiert, dann kann es Nässe ganz gut vertragen, aber nicht, wenn es dauerhaft nass steht. Ein guter Kompromiss ist es hier, Holz und Stein zu kombinieren. So kann der Unterbau des Waschbeckens aus Massivholz sein, wenn er auf Stein- oder Metallfüßen steht. Die Seifenablage, die Handtuchhalter und Kisten für Badutensilien können ebenfalls getischlert werden. Wer es mag, kann sich auch eine Toilettenbrille aus Massivholz kaufen, die sind allerdings aus hygienischen Gründen mit Lack versiegelt. Wenn Platz für Schränke oder eine zusätzliche Kommode ist, kann man auch dabei nach Herzenslust das Holz seiner Wahl verwenden. Auch ein Abtrittgitter aus Holz vor der Dusche oder Wanne fügt ein bisschen organisches Material hinzu und hilft die kalte Nasszelle in eine gemütliche Wellnessoase umzugestalten.
Es gibt keine Kommentare bis jetzt...Trete Sachen weg, die vom Formular runterfallen.